| 23. Spieltag: FC Oberlausitz Neugersdorf – SV Naunhof 1920 5:2 (2:1)
Samstag, 17.04.2010 - 15.00 Uhr | |
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Strahlend blauer Himmel lud am Sonnabend in die ENSO-Oberlausitz-Arena zu einem Fußballnachmittag ein, der alles bot, was sich ein Fußballherz so wünscht. Siebenmal zappelte der Ball im Netz, die Heimmannschaft konnte einen deutlichen Sieg einfahren, und die Fans waren in Hochstimmung. Allerdings hatten sie für das Schiedsrichtergespann wegen etlicher strittiger Entscheidungen auch deftige Sprüche parat. Das Wichtigste aber war wohl, und so formulierte es auch FCO-Trainer Dirk Havel, dass die FCO-Mannschaft nach den Gegentoren zweimal mit Kampfgeist und großer Moral zurück ins Spiel fand.
Die Neugersdorfer suchten sofort den Torerfolg. Schüsse von Fröhlich (3.) und Tomasz Kociszweski (4.) fegten haarscharf am linken Torpfosten vorbei ins Aus. Einen langen Ball von Jamrich fing Tormann Wedemann ab (6.) und eine Macek-Eingabe landete ebenfalls beim Naunhofer Keeper (8.). Die Gastmannschaft stand in der Abwehr sehr kompakt und ließ den Neugersdorfern wenig Anspielräume. Dazu schalteten sie immer wieder schnell auf Angriff um. Hausmann knallte seinen Freistoß knapp am FCO-Tor vorbei und den von Burde musste FCO-Tormann Zelenka zur Ecke abklatschen (12.). Dann gingen die Gäste sogar in Führung. Nach einem Einwurf traf Hausmann aus der Drehung ins lange oberen Toreck (18.). Der FCO wurde aber bald die spielbestimmende Mannschaft. Michal Macek war es, der einen Freistoß genau ins obere Toreck zum 1:1-Ausgleich zirkelte (24.). Weitere Chancen konnten dann weder von Uhlig (30.) noch Kovarík (32.) oder Hädrich (33.) genutzt werden. Für eine Neugersdorfer Schrecksekunde sorgte dann ein Naunhofer Konter mit einem Kopfball an die Querlatte (36.). Kurz vor der Pause wurden die unverdrossen kämpfenden FCO-Spieler doch noch mit dem Führungstreffer belohnt. Wieder war eine Standardsituation der Ausgangspunkt. Die von Macek getretene Ecke köpfte Tomasz Kociszewski nach großem Gewühl zum 2:1 ins Tor (44.). Der gleiche Spieler hatte nach dem Seitenwechsel eine weitere Torgelegenheit. Dann drehten plötzlich die Gäste auf und tauchten mehrere Male kreuzgefährlich vor dem FCO-Tor auf. Tormann Zelenka musste im schnellen Herauslaufen vor Wenzel klären, dann kam Weichert frei zum Schuss (51.). Nach einer Hereingabe von Schlüter rettete der Pfosten beim Griebenow-Schuss (56.) und Zelenka musste bei zwei Freistößen von Beyer höllisch aufpassen (58./61.). Hausmann konnte wenig später zum 2:2 ausgleichen (64.). Danach spielte nur noch der FCO und verstärkte nach dem Doppelwechsel in der 71. Minute weiter den Angriffsdruck. Dem Pfostenknaller von Donát folgte nach mehreren Schussversuchen schließlich der Hentschel-Treffer zum 3:2 (72.). Der letzte Naunhofer Konter brachte noch einen 20-Meter-Freistoß von Weichert (76.), dann kamen die Gäste kaum noch aus ihrer Hälfte. Es dauerte aber bis zur 87. Minute, bis Václav Štípek einen Macek-Freistoß zum 4:2 ins Tor köpfte. Zuvor blieben zwei Fouls an Štípek und Macek, der von Burde einfach umgestoßen wurde, ohne Kartenstrafe. Der Macek-Freistoß, der zum Tor führte, war dann wohl der gerechte Ausgleich. Eine kuriose Schiri-Entscheidung sahen die Zuschauer in der 85. Minute. Nach einem Stürmerfoul musste Marek Kociszewski behandelt werden. Das geschah unmittelbar an der Toraus-Linie, also noch auf dem Platz. Der Schiri monierte das nicht, zeigte aber den wieder ins Spiel kommenden Kociszewski Gelbrot wegen falschen Betretens des Platzes (im Spielprotokoll steht "Unsportlichkeit"). Das hohe 5:2-Endresultat besorgte Thomas Hentschel mit seinem zehnten Saisontreffer. Beim weiten Zelenka-Abschlag schaltete er am schnellsten und überwand, nun schon in der Nachspielzeit, nochmals den Naunhofer Keeper. | |
| Erich Scherbarth/Michael Schubert | |
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