12. Spieltag:   NFV GW Görlitz 09 – FC Oberlausitz Neugersdorf   2:2 (0:0)

Samstag, 08.11.2009 - 14.00 Uhr
Trotz trüben Herbstwetters fanden sich knapp 500 Zuschauer auf der "Jungen Welt" ein, um dem Ostsachsen-Gipfel beizuwohnen. Und wie es sich zu einem Derby gehört, gab es auf beiden Seiten viele rassige Zweikämpfe, schöne Spielzüge und Torraumszenen. Am Ende waren beide Mannschaften platt und mit dem 2:2 zufrieden.
In der ersten Halbzeit waren die Wonneberger-Schützlinge präsenter. Durch aggressives Forechecking wurde die Neugersdorfer Abwehr unter Druck gesetzt und der Tormann mit Schüssen aus der zweiten Reihe torpediert. Aber Jan Zelenka hielt genauso klasse wie sein Gegenüber Marco Pöschmann. So lenkte Zelenka gerade so einen Schuss von Bogumil Jablonski über die Latte und behielt auch die Übersicht, als Jonathan Schneider zum Abschluss kam. Der offensive Mittelfeldspieler der Gäste Miroslav Hubený war nur an Abwehraufgaben gebunden. Das aber löste er überzeugend. So trennte er in einer brenzligen Situation Tobias Eberlein im Strafraum fair vom Ball. Clemens Russek verfehlte mit einem trockenen Flachschuss nur knapp sein Ziel.
In der zweiten Halbzeit legten die Görlitzer einen Traumstart hin. Stefan Höer tankte sich in den Strafraum, ließ noch einen Verteidiger aussteigen, um dann mit links einzunetzen. Die Gäste waren angeknockt, und als Marcin Potyszka auf dem rechten Flügel völlig frei zum Abschluss kam, lag der zweite Treffer in der Luft. Doch Zelenka hielt mit zwei Paraden in Folge die Mannschaft im Spiel. Die bedankte sich mit dem Ausgleichstreffer. Hensel kam über links zum Flanken. Im Kopfballzweikampf mit Tino Pitsch behielt diesmal Thomas Hentschel die Oberhand und verlängerte den Ball ins Tor. Jetzt waren die Neugersdorfer am Zug. Hubeny schaltete sich in die Angriffsformation ein und durch das ständige Kreuzen mit Hentschel wurde die Görlitzer Abwehr irritiert. Auch Kapitän Falko Thomas wurde stärker und setzte sich mehrmals energisch durch. In dieser Phase zeigte Marco Pöschmann seine Stärke: Mit einem Riesenreflex faustete er einen Flatterball aus dem Eck und behielt auch im l:1 die Oberhand. Nach einer Ecke war aber in der 65. Minute der eingewechselte Hädrich unbedrängt mit dem Kopf zur Stelle, um seine Farben in Führung zu bringen. Trainer Wonneberger war fassungslos und wechselte mit Adam Jaworski und Rafal Hübscher zwei frische Spieler ein. Doch zuerst war Stefan Höer wieder an der Reihe. Nach einem Eckstoß von Marcin köpfte er den Ball in die Ecke. Doch gedankenschnell brachte ein Neugersdorfer die Hacke heraus und wischte so das Leder von der Linie. Der Ball lief bei den Görlitzern nun wieder flüssiger. Jablonski hielt nach einer Ablage aus 20 Metern drauf. Der Ball landete unter großen Jubel in den Maschen. In der letzten Viertelstunde überschlugen sich die Ereignisse. Beide Mannschaften kämpften verbissen um jeden Ball. Als Stefan Höer im Strafraum den Ball annehmen wollte, wurde er hart attackiert. Der Pfiff blieb allerdings aus, zum Unmut des Görlitzer Publikums und vor allem des Trainerstabes. Aber auch die Gäste kamen noch zu einer letzten Chance. Diesmal war Pietsch zur Stelle und schnippelte den Ball im Strafraum über die Querlatte. Fazit dieses Gipfels: Beide Mannschaften sind in der Landesliga gut aufgestellt und werden den Zuschauern sicherlich noch viel Freude bereiten.
SZ/Dirk Macykowski
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