26. Spieltag:   1. FC Magdeburg – FC Oberlausitz 2:1 (2:1)

Sonntag, 03.04.2005 - 14.00 Uhr
 
Die prickelnde Spannung vom 16. Oktober des Vorjahres, als noch der Tabellenfünfte gegen den Vierten spielte und man auf Jena nur fünf Punkte Rückstand hatte, lag diesmal nicht über der Begegnung. Mittlerweile haben sich beide Teams im breiten Mittelfeld eingeordnet und der Abstand zur Tabellenspitze ist mit 28 bzw. 26 Punkten Rückstand uneinholbar. Also erwarteten die 1120 Zuschauer im Germerstadion, der zwischenzeitlichen Heimspielstätte des FCM, zwei unbelastet aufspielende Mannschaften. Magdeburg hielt sich daran und begann wie die Feuerwehr. Nach dreizehn Minuten und Chancen durch N'Dombasi (5.), Greibich (6.) und Kurbjuweit (7.) köpfte Magdeburgs Mittelstürmer unhaltbar für den schon etliche Male glänzend reagierenden Barta zum 1:0 ein (13.). Gleich darauf rutschte N'Dombasi bei einem auf den langen Pfosten geschlagenen Ball nur knapp vorbei (15.). Die Oberlausitzer dagegen konnten ihre Nervosität nie abschütteln, zeigten in der Abwehr große Schwächen und vergaben durch viele Ballverluste im Mittelfeld eine größere Wirksamkeit. In der 17. Minute gelangte dann jedoch ein Abpraller aus der Magdeburger Abwehr zu Havel, der den Ball direkt weiterleitete und Kubis überwand Torwart Person mit einem Heber zum 1:1. Nun kamen die Neugersdorfer zu weiteren guten Kontermöglichkeiten und hatten die Riesenchance für den Führungstreffer. Aber völlig freistehend scheiterte Kubis am FCM-Keeper, der zur Ecke klären konnte. Magdeburg hatte auch in der Folge mehr vom Spiel und die nächsten Tormöglichkeiten. Nach einer Ecke schlug Krocian den Ball von der Linie, die FCO-Abwehr bekam das Leder nicht unter Kontrolle und der Nachschuss von N'Dombasi knallte aus 4 m an den Pfosten (39.). Der erneute Magdeburger Führungstreffer lag in der Luft. Grundmann war es schließlich, der eine Hereingabe von Kurbjuweit zum 2:1 verwertete (42.).
In der zweiten Halbzeit gab es keine weiteren Tore mehr. Die Neugersdorfer brachen völlig ein und waren in allen Belangen unterlegen. Dass sich das nicht in Gegentoren ausdrückte, haben sie Tomas Barta im FCO-Gehäuse zu verdanken. Er brachte die jungen, ehrgeizigen FCM-Spieler zum Verzweifeln. Gegen Neumann (52. und 82.), N'Dombasi (78.) und Kühne (87.) vereitelte er so genannte Hundertprozentige. Und falls er mal ausgespielt war, standen die Torpfosten an der richtigen Stelle. Diese retteten noch zweimal bei Kurbjuweits Durchmarsch (50.) und Neumanns Geschoss (75.). Bei den wenigen Angriffsversuchen der Gäste durch Thomas, der eine Eingabe von der Grundlinie brachte (75.), und einen letzten Freistoß (87.) blieb FCO-Torjäger Kubis durch resolute Bewachung chancenlos. Die im Pokalspiel letzten Mittwoch so bravorös aufspielenden Oberländer waren diesmal jedenfalls nicht auf dem Platz.
Karl-Heinz Berndt/Dieter Kühnel
zur Hauptseite