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In der Pressekonferenz nach Spielschluss gratulierte Pößnecks Trainer Lothar Kurbjuweit dem FCO zum "hochverdienten Sieg". Seine junge Mannschaft sei diesmal eine Klasse schlechter gewesen und nur zwei Spieler hätten Normalform erreicht. Das gäbe ihm schon zu denken. Matthias Schulz vom FC Oberlausitz war natürlich froh, mit so einem hohen Sieg in die Serie zu starten. Aber auch er hatte viele kritische Bemerkungen anzubringen. Lob bekamen von ihm Stefan Kästner für eine ganz starke Leistung und Sven Kubis, der mit seinem Tor ein bis dahin offenes Spiel zugunsten der Oberlausitzer drehte. In den Anfangsphasen beider Halbzeiten konnten seine Mannen die Nervosität nie ablegen. Pößneck wurde nicht wie gewollt unter Druck gesetzt und Tormöglichkeiten waren kaum zu verzeichnen.
Das FCO-Mittelfeld ließ dem Gegner viel zu viel Raum, der diesen mit seiner aggressiveren Spielweise auch nutzte. So konnten VfB-Angriffe in der 7. und 10. Minute gerade noch so zu Ecken abgewehrt werden und bei einem blitzsauberen Konter war Barta schneller als Zimmermann am Ball (20.). Dann kam die 24. Minute und Petr Grund brachte einen seiner guten Eckstöße in den Pößnecker Strafraum. Der abgewehrte Ball gelangte wieder über Grund zu Kubis, der mit Flachschuss die erlösende 1:0-Führung erzielte. Nun dauerte es nur fünf Minuten und Michael köpfte nach der vierten FCO-Ecke den Ball zum 2:0 unter die Querlatte. Nach diesem Erfolgserlebnis lief es beim FCO besser. Scheiterte Kubis nach Kästner-Eingabe noch am guten VfB-Torwart (32.), gelang "Erwin" Kästner nach Flanke Haasler und Zuspiel von Krocian mit einem sehenswerten Kopfball das 3:0 (34.). Gleich darauf strich ein satter Kästner-Schuss am Kasten vorbei und an Krocians Eingabe kam Kubis nicht heran. In der zweiten Hälfte das gleiche Bild: Pößneck spielte wieder zwanzig Minuten feldüberlegen. Nachdem Kubis einen Konter nicht verwerten konnte (52.), kam es wieder zu leichtfertigen Ballverlusten im Mittelfeld. Erst strich eine Walter-Eingabe gefährlich am Barta-Gehäuse vorbei (59.) und dann fiel folgerichtig der Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß konnte Sonnenberg unbedrängt einköpfen (64.). Erneut besannen sich die Neugersdorfer auf ihre spielerischen Mittel und ließen den Ball schneller laufen. Wiederholt zeichnete sich Kästner mit guten Schüssen aus. Einmal war Pößnecks Tormann auf der Hut (65.) und dann die Querlatte im Wege (74.). Kubis' zweites Tor aus spitzem Winkel brachte schließlich den Endstand von 4:1 (76.), da weitere gute Chancen durch Miltzow und Fröhlich ohne Erfolg blieben und auch die Abseitsfalle der Pößnecker gut funktionierte. Ein gut amtierendes Schiedsrichterkollektiv hatte alles im Griff und die Fans konnten zum Schluss freudestrahlend ihre Lieblinge abklatschen. |
| Erich Scherbarth/Michael Schubert |